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Gespräch mit der Landrätin des Ilmkreises zur Umlage der Betriebskosten im Hort

von Redaktion Thüringen / Webredaktion alle LVs

Frau Konrad, Frau Fischer, LR Frau Enders, Frau Kümmer, Frau Leipe, Herr Dr. Müller

Ilmkreis. Als "Lobbyverband" für Familien stellten wir uns im Landratsamt des Ilmkreises vor und warben für mehr Beachtung und Berücksichtigung, wenn es um die Subventionierung von Bildungs- und Betreuungsangeboten durch den Landkreis geht.

Nicht nur bei den Hortkosten, auch bei der Subventionierung der Musikschulkosten und Eintritten in Museen und anderen öffentlichen Einrichtungen, müssen Geschwisterrabatte auch in Zukunft gewährt werden und sollten nicht zugunsten von Einkindfamilien gekürzt werden. Diese klare Botschaft formulierten wir als aktive Interessenvertretung für Familien.

Kostensteigerungen von über 200 % (im letzten Jahr betrugen die monatlichen Hortkosten noch 28 €, nun werden für die selbe Leistung 79 € berechnet), riefen bei zahlreichen Familien erheblichen Unmut hervor und veranlassten uns, das Gespräch mit der Landrätin Petra Enders zu suchen. Wie sich die Neuberechung der Hortgebühren auf die Familien im Einzelfall auswirken, schilderten betroffene Mitgliedsfamilien.

Der Ilmkreis übernahm die Vorgaben des Landes bei der Erhebung der Gebühren der Betriebskosten und die Eingruppierung von des Familieneinkommens (bis 1060 kostenfrei, 1600 und 2500 €). Ebenso die Rabatte für weitere Geschwisterkinder, wenn diese in einer Einrichtung wie Kindergarten und Hort betreut werden.

Im Gespräch mit der Landrätin und ihrem Amtsleiter wurde deutlich, dass die Verwaltung des Landkreises bereits im Vorfeld der Hortkostenneuregelung Bedenken bzgl. der Neustrukturierung bei den Gebühren sah und diese im Anhörungsverfahren vortrug.

Die sachliche und ausführlicher Darlegung der extremen Kostensteigerung wurde durch die Landrätin geteilt. Insbesondere der große Abstand zwischen den einzelnen Beitragsstufen von 540 € und 900 € führt dazu, dass Geschwisterkinder unberücksichtigt bleiben, wenn diese nur mit 220 € angerechnet werden.

Eine kurzfristige Änderung der Satzung durch den Landkreis ist nicht möglich. Die Landrätin versprach, am Ende des Schuljahres die Auswirkungen auf die Auslastung der betreuten Kinder und den Deckungsgrand zu ermitteln.

Zwar gab es im Ilmkreis vereinzelt Abmeldung vom Hort, aber nicht in der vom Landkreis zunächst erwarteten Höhe. Auf Nachfrage konnte leider nicht mitgeteilt werden, ob es sich bei den Abmeldungen um Familien mit einem Kind oder Mehrkindfamilien handelte. Diese Information ist wichtig, um die Auswirkungen auf Mehrkindfamilien besser einschätzen und zu berücksichtigen.

Landrätin Enders bot an, in weiteren Gremien, insbesondere dem Kreis- und Städtebund/ Landkreistag mit anderen Landkreisen und Landräten die Thematik zu diskutieren.

Wir danken Landrätin Frau Enders für das konstruktive Gespräch und die Bereitschaft bei zukünftigen Entscheidungen des Landkreises die Auswirkungen auf Familien mit Kindern verstärkt in den Blick zu nehmen und zu berücksichtigen.

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