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Fachgespräch zum Thema "Unterstützungsmöglichkeiten für Mehrkindfamilien"

von Redaktion Thüringen / Webredaktion alle LVs

Foto: Gerd Altmann/pixelo.de

Erfurt. Die aktuelle Situation und Probleme von Familien mit drei und mehr Kindern wurde von Frau Rusitschka für den Landesverband im Rahmen des Fachgespräches "Unterstützungsmöglichkeiten für Mehrkindfamilien" thematisiert.

Das Fachgespräch wurde von Frau Birgit Pelke (SPD) moderiert und geleitet. Ihr zur Seite standen Frau Carola Stange (DIE LINKE) und Frau Beate Pfefferlein (Bündnis 90/Die Grünen).

Der Einladungen zum Fachgespräch waren folgende weitere Verbände/Personen geladen:

  • Frauke Riese (Stadt Bad Frankenhausen)
  • Birgit Schwabnicze (Vertreter Liga - Diakonie)
  • Gundula Bomm (AKF)
  • Susanne Ziegler (Deutscher Familienverband e.V.)
  • Annika Wannierke (Hebammenverband e.V.)
  • Bärbel Müller (Landkreis Altenburger Land)
  • Michael Hoffmeier (Stiftung Hand in Hand)
  • Viola Schirneck und Petra Beck (Verband der Alleinerziehenden Mütter und Väter)
  • Silvia Speer (Wahlkreisleiterin v. Fr. Pfefferlein)
  • Maria Seidner (Referentin Landtag)

Ziel der Gesprächsrunde war es, die Interessen der Familienverbände und gemeinnützigen Einrichtungen "auf einen Nenner" zu bringen und auf Landesebene anzusprechen.

Auf folgende Themen haben wir uns konzentriert:

  1. Einführung eines Landesfamilienpasses zum 1.1.2016
  2. Änderung des §20 II ThürKitaG - Berücksichtung von kindbedingten Mehraufwendungen bei der Berechnung von Gebühren (alle kindergeldberechtigten Kinder)
  3. Änderung der Thüringer Hortkostenbeteiligungs VO (vgl. Thür. KitaG)
  4. Finanzielle Unterstützung von Eltern, die ihr Kind in den ersten Lebensjahren zu Hause betreuen
  5. Mehr bezahlbarer Wohnraum für Großfamilien
  6. Freie Nutzung des öffentlichen Nahverkehr für die Kinder bis zum Ende der ersten Ausbildung

Unsere vorgetragenen Anliegen/Forderungen fanden grundsätzlich breite Zustimmung. Eine finanzielle Unterstützung (vgl. dem auslaufenden Landeserziehungsgeldes) von Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen wurde dagegen konsequent durch die anderen Teilnehmer abgelehnt.


Insgesamt ist zu erwarten, dass die Themen 1 bis 3 intensiver auf Landesebene angesprochen werden. Transparenz und Zusammensetzung der Betreuungskosten und Anerkennung aller im Haushalt lebender, kindergeldberechtigter Kinder, schien allen Anwesenden ein wichtiges Anliegen zu sein.


Angesprochen wurden letztlich auch Themen, die letztlich auf Bundesebene zu thematisieren und zu entscheiden sind: u.a. die Berücksichtigung der Anzahl der Kinder bei den Sozialabgaben, die bisherige Einkommensgrenze in der Privaten Krankenversicherung und Möglichkeiten für die Rückkehr von privatversicherten Familienväter.

Die Koalition plant weitere Fachgespräche zum Thema "Familienpolitik und Unterstützungsmöglichkeiten für Mehrkindfamilien". Wir bleiben im Gespräch!

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