Aktuelles

Wir stellen uns der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vor

von Redaktion Thüringen / Webredaktion alle LVs

Gespräch mit dem Referenten für Grundsatzfragen sowie für Soziales, Arbeitsmarkt und Familie der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen
Frau Konrad, Herr Lemanski, Herr Moos

Erfurt. Am 10.04.2014 hatten Frau Konrad und Herr Dr. Moos die Möglichkeit Herrn Lemanski und Frau Lützkendorf von Bündnis90/Die Grünen die Arbeit des Verbandes vorzustellen.

Das Gespräch war konstruktiv und in entspannter Atmosphäre. Es bestand Einigkeit darin, dass wir in Deutschland mehr kinderreiche Familien brauchen, um den Demographischen Wandel aufzuhalten. Die Frage nach konkreten Ansatzpunkten für die Politik wurde seitens der Verbandsvertreter dahingehend beantwortet, dass Familien hauptsächlich Familienzeit benötigen, ohne dass es dadurch zu finanziellen Engpässen kommt.

Bestätigt wurde uns von Herrn Lemanski, dass Familien in über 95% der Fälle alles Opfern, um ihren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen - ein starker Gegensatz zum in den Medien transportierten Bild, dass Familien ihre Kinder vernachlässigen und die Finanzhilfen zweckentfremdet verwenden würden.

Leider konnten wir keine Unterstützung für den Erhalt des Erziehungsgeldes gewinnen, da nach Aussage von Herrn Lemansi der Betrag von 150 € zu gering sei, um eine echte Hilfe zu sein. Familien mit zwei und mehr Kindern erhalten eine Aufstockung von jeweils 50 € pro weiterem Kind. So das Mehrkindfamilien ein Landeserziehungsgeld von 250 bzw. 300 € erhalten. Das zweite Lebensjahr des Kleinkindes, welches zu Hause betreut wird, verschafft der gesamten Familie mehr gemeinsame Familienzeit. Etwas, dass sich Kinder fast immer und viele Eltern oft wünschen.

Das bei den Mehrkindfamilien eingesparte Landeserziehungsgeld soll nach Vorstellung der Fraktion in einen verbesserten Personalschlüssel der Kindereinrichtungen fließen.

Hierbei wird übersehen, dass ein verbesserter Betreuungsschlüssel zu Lasten von Familien geht, die ihre Kinder selbst betreuen wollen. Mit der Folge, dass Familien im klassischen Sinn nicht mehr unterstützt und anerkannt werden.

Als Verband machen wir uns dafür stark, dass JEDE Familie IHR Familienmodell leben darf und kann, und hierfür gute Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber geschaffen werden. Also außerhäusliche Kinderbetreuung nicht gegen Betreuung zu Hause. Die Entscheidung der Eltern für die eine oder andere Betreuungsform muss wertungsfrei und gleich subventioniert durch unsere Gesellschaft erfolgen!

Von Bündnis90/Die Grünen wird eine komplette Umstrukturierung der Finanzhilfen für Familien angestrebt, anstatt das existierende System weiter zu verkomplizieren.

Unterstützung erfuhren wir für unsere Campagne für eine Änderung der Hortgebühren-Ordnung.

Die finanziellen Mehrbelastungen für Mehrkindfamilie sind in den letzten Jahren in verschieden Bereichen von Bildung und Betreuung der Kinder gestiegen. Folgende Punkte wurden hier klar benannt. 

  • an der Gebührenberechnung in Kindergärten (wenn Geschwisterrabatte nur für in der Einrichtung gleichzeitig betreute Kinder berechnet werden)
  • Fahrtkosten für Schulkinder durch die Eltern zu tragen sind (wenn Eltern nicht die nächstgelegene Schule für ihr Kind nutzen, sondern eine andere Einrichtung für geeigneter halten)
  • Finanzierung von Musikschulunterricht (Geschwisterrabatte durch die Landkreise und Kreisfreien Städte gekürzt werden)
  • Angebote für Kinder am Nachmittag ausschließlich in den Horten angeboten werden und so nichtbetreute der Zugang nicht ermöglicht wird.

Unsere "Wunschliste" an Verbesserung ist damit nicht abgeschlossen. Deshalb hoffen wir auf eine weitere konstruktive Zusammenarbeit.

Zurück