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16.12.13 - Gespräch mit Landrat Holzhey

von Redaktion Thüringen / Webredaktion alle LVs

Saalfeld. Landrat Holzhey und der Leiter des Schulamtes Herr Lämmer nahmen sich die Zeit, um über die Umsetzung der Thüringer HortKostBVO und die Umlage der Betriebskosten auf die Eltern zu sprechen.

Während des Gespräches führte Herr Lämmer aus, dass die Umsetzung der Verordnung zum neuen Schuljahr nur mit einem erheblichen Personalaufwand zu gewährleisten sei. Genügte bisher eine 0,5 Stelle, um die Anträge der Eltern zu bearbeiten, sind nunmehr zwei volle Stellen notwendig die Gebührenbescheide für die Eltern zu erstellen. 1.300 Anträge müssen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt durch die zuständigen Sachbearbeiter erstellt werden. Man hofft, dass bis Ende des Jahres die Hälfte der Bescheide den Eltern zugestellt werden kann. Frühestens im Februar/März können dann alle Eltern ihre Bescheide in den Händen halten.

Das Landratsamt hält sich bei der Staffelung der Beiträge an die Vorgaben des Landes und wird bis auf weiteres keine Abweichung bei den zu berücksichtigenden Kindern vornehmen. Hier beruft sich das Landratsamt auf die Vorgaben durch die Verordnung, welche nur Kinder berücksichtigt, die in Tagespflege, Kinderkrippe und - garten sowie Hort betreut werden.

Auf Nachfrage wurde deutlich, dass die Eltern im Landkreis 100 % der Betriebskosten tagen. Die Empfehlung der Verwaltung, die Eltern mit 80 % der Kosten zu belasten wurde durch die Kreistagsmitglieder gekippt und der volle Betrag auf die Eltern umgelegt. Deshalb liegen die Kosten für die Eltern bei 45 € pro Monat (für ein Kind über 10 Stunden). Im Ilmkreis sind es vergleichsweise 29,00 €.

TLZ 19.12.13 "Komplizierter statt einfacher: Erfahrungen mit der HortKostBVO

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Weiter wurde angesprochen, dass Kinder mit Vollendung des 14. Lebensjahres für Einzelfahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr des OVS den vollen Betrag eines Erwachsenen zahlen müssen. Wann und warum diese Altergrenze eingeführt wurde, konnte nicht klärt werden. Im Ilmkreis müssen Jugendliche bereits mit Vollendung des 12. Lebensjahres den vollen Betrag zahlen.

Ein attraktiver, umweltfreundlicher Nahverkehr sollte auch familienfreundlich ausgerichtet sein und Familien nicht finanziell belasten.

Daher sollten auch Jugendliche weiter zu ermäßigten Preisen öffentliche Verkehrsmittel nutzen können, so lange sie als Schüler finanziell abhängig von ihren Eltern sind.

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