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Tag der Familie

von Redaktion Thüringen / Webredaktion alle LVs

Diese Krise bietet für die Familienpolitik neue Chancen: Familien in ihrer Kernkompetenz als Persönlichkeitsentwickler ihrer Kinder und Former der Gesellschaft von morgen wahrzunehmen und auch in finanzieller Währung wertzuschätzen. Die lautlos erbrachte und unersetzliche Verantwortungs- und Leistungsfähigkeit der Familien muss neu gesehen werden. Die Gesellschaft muss wiedererkennen, dass sie auf dem Fundament Familie steht. Dies sollte sich nach der Coronakrise u.a. durch deutlich niedrigere Beiträgen von Müttern und Vätern zur Renten- und Pflegeversicherung widerspiegeln, fordert der Verband kinderreiche Familien Thüringen e.V. zum Tag der Familie.

Familien leisten das immer – nicht nur in der Krise! Das Fundament der Gesellschaft stabil zu erhalten, muss oberste staatliche Aufgabe sein und als Investment verstanden werden. Die dazu erforderliche Freiheit bedeutet, dass Familienarbeit ebenso anerkannt und gefördert wird, wie außerhäusliche Betreuung – besonders bei Kleinkindern. Einseitige finanzielle Förderung wird der Vielfalt in Familien nicht gerecht. Wahlfreiheit bedeutet aber auch, dass Eltern größerer Kinder sich auf zuverlässige, qualitativ gute externe Betreuung stützen können.

Die schrittweisen Öffnungen in Kindergarten und Grundschulen wird keine umfängliche außerhäusliche Betreuung von Kindern bis 10 Jahre in naher Zukunft ermöglichen. „Familien brauchen alternativen Betreuungsmöglichkeiten mit kurzen Wegen“, betont Konrad, Geschäftsführerin des Verbandes. Eine sinnvolle Variante wäre, die eigenen mit den Kindern einer anderen Familie zusammen wechselweise zu betreuen. Das schützt und nützt allen: ohne große Kindergartengruppen, ohne hohe Fluktuation des Personals, gestützt auf das Vertrauen zueinander: man kennt sich, man weiß, wie der andere tickt.

„Familien können und sollten sich untereinander selbst organisieren und die für sie beste Lösung finden“, regt der Verband an.

Sicher ist sich Konrad: „Wenn das Land die Unfallversicherung für die Kindergarten- und Schulkinder auf diese Betreuungsart ausweitet, wäre vielen Familien sehr geholfen.“ Die Geschäftsführerin des Verbandes kinderreicher Familien, wünscht sich die Unterstützung des Freistaates bei der Umsetzung alternativer Betreuungsangebote für die nächsten Wochen und Monate: „Lasst die Familien vor Ort ihre eigenen guten Lösungen finden und helft ihnen bei der Umsetzung“, ist ihre klare Forderung an die zuständigen Verantwortlichen auf Landes- und Kommunalebene.

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