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Wirtschaft und Kommune im Wandel

von Redaktion Thüringen / Webredaktion alle LVs

Landrätin Michaele Sojka, Ministerin Heike Werner, Dr. Jan Schröder, Dr. Lutz Blase, Gerhard Springs

Altenburg. Die Initiative "Chancen 2030" wurde ins Leben gerufen und führte in 2015 drei Veranstaltungen unter dem Motto "Wirtschaft und Kommune im Wandel" durch. Fragen der demografischen Entwicklung und der Entwicklung und Verbreitung von Maßnahmen zur gezielten Personal- und Organisationsentwicklung einerseits und der Gestaltung der Angebote und Rahmenbedingungen durch die kommunale Verwaltung andererseits wurden verknüpft. Übergreifenden Lösungsansätzen sollen entwickelt werden.

Die Veranstaltung richtete sich an Vertreter der Kommunen, an Unternehmer und an Sozialpartner sowie weitere Akteure der Familienpolitik in Ostthüringen.

Der Fragen der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ widmete sich die Veranstaltung. Als Veranstaltungsort wurde das Klinikum in der Stadt Altenburg gewählt. Sowohl die Stadt als auch der Landkreis Altenburg sind jüngst als besonders familienfreundlich zertifiziert worden.

Frau Ministerin Werner begrüßte die Teilnehmer. Sie machte an Hand der Einwohnerzahlen von Thüringen (Stand 31.12.2014 - 2,15 Mill) deutlich, dass eine starke Abnahme bis zum Jahr 2030 mit dann 1,84 Mill. zu erwarten sei. Dabei werde der Landkreis Altenburg überproportional an Einwohnern verlieren. Dies erfordert von Unternehmen und Familien eine große Anpassungleistung im Arbeits- und Familienalltag, welchen man nur gemeinsam meistern könne. Sie betonte, dass eine Wertschätzung von Familien in Gesellschaft, Arbeitswelt und den Regionen gelingen müsse. Dann seien gute Voraussetzungen für 2030 gegeben.

Die Veranstaltung im Altenburger Klinikum bot eine Plattform für Dialog und Wissenstransfer und zeigte an regiolalen Beispielen (Firma Horsch und Klinikum Altenburg) wie in der Praxis Unternehmen Ideen zu mehr Familienfreundlichkeit umsetzen. Die Maßnahmen führen zu einer erhöhten Zufriedenheit der Mitarbeiter. Unternehmen, welche die Bedürfnisse und Bedarfe ihrer Mitarbeiter kennen und im Einzelfall Hilfe und Unterstützung anbieten profieren von der positiven Außenwirkung und erwerben u.a. einen Vorteil der Suche nach Fachkräften. So hob Dr. Blase, Geschäftsführer des Klinikums hervor, dass bereits heute 40 % der Neueinstellungen von Mitarbeitern auf Empfehlung von Mitarbeitern der Klinikums zurückführen lassen.

Landrätin Sojka stellte den als familienfreundlich zertifizierten Landkreis näher vor. Sie machte dabei deutlich, dass hierbei die Lage des Landkreises und die Mitarbeit in der Metropolregion Mitteldeutschland eine große Chance bietet um die derzeitig hohe Arbeits- und Jugendsarbeitslosigkeit zu begegnen.

Die gesetzlichen Neuregelungen und ihre Auswirkungen zum "Elterngeld Plus", welches für alle Geburten ab dem 1.7.2015 gilt, referierte Herr Marcel Petermann vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. In grafischen Darstellungen veranschaulichte er die Möglichkeiten für Eltern. Die große Vielfalt der Wahlmöglichkeiten machte Nachfragen durch die Teilnehmer notwendig, welche er bereitwillig beantwortete. Aussagen, ob und wie diese neue gesetzliche Regelung durch Eltern genutzt werden, konnte Herr Petermann noch nicht geben. Frühestens im Sommer 2016 liegen hierzu erste Zahlen vor.

Präsention zum Elterngeld, Elterngeld Plus und Elternzeit hier.

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